Samstag, 21. November 2009

Licht am Ende des Tunnels

Im Beamtenblock, so lautet nämlich der heimliche Subtitel des Blocks, wurde heute morgen per innerem Dialog über einen Spiegel-Artikel diskutiert, der der Beamtin auf Widerruf in die Finger kam. In Deutschland muss man sich nämlich, wenn man Mitglied im Beamtenmikadoclub werden will, einem amtsärztlichen Aufdenzahnfühlen aussetzen. Allerdings schauen sie nicht nur nach, ob die Dritten noch richtig sitzen, sondern auch, wie die Tassen so im Schrank stehen.
Hintergrund dieser Musterung ist natürlich, dass sich der Staat niemanden ins Boot holen will, der ihn eventuell in Bälde teuer zu stehen kommt. Also, hat was von dem Check, den Fußballer auch immer machen müssen und den der von Hoffenheim, der zum VfB wollte, kürzlich nicht gepackt hat.
Packen tut man das laut Artikel auch nicht, wenn man sich in psychotherapeutischer Behandlung befindet oder befand. Allein der Amtsarzt entscheidet, ob eine Behandlung einer Verbeamtung im Wege steht. Glücklicherweise gibt es nun zwei Staatsrechtler, die überprüfen wollen, ob dies mit dem Persönlichkeitsrecht zu vereinbaren ist.
Ich bin absolut gar nicht der Meinung, dass das alles in Ordnung geht mit der Verbeamtung und man dann den Rest seines Lebens machen kann, was man will (bis man die sprichwörtlichen silbernen Löffel klaut) Aber, ich bin auch nicht der Meinung, dass jemand, der eine Psychotherapie gemacht hat, kategorisch nicht für den Lehrerberuf geeignet ist. Zumal, ich mir nicht vorstellen kann, dass sie den Kandidaten dann ganz aus dem Laden rausschmeißen würden, sondern ihn eben als Angestellten behalten würden. Gleiche Arbeit, weniger Knete.
Wer die Tassen da nicht mehr alle im Schrank hat, scheint auf der Hand zu liegen.
Crazy


Keine Kommentare: