Donnerstag, 10. Dezember 2009

Coffee and TV

Wenn man sich am 10.12.2009 mit Komödien im klassischen Sinne beschäftigt, scheint es auf der Hand zu liegen, dass man sich mit den ersten 11 Minuten des Champions-League-Spiels Stuttgart gegen na, sag schnell, wie heißen die denn nochmal...auseinandersetzt.(SPON hat auch lieber drauf verzichtet überhaupt kund zu tun gegen wen die Schwaben denn gestern glamourös aus Versehen drei Mal getroffen haben, um dann 79 Minuten zu spielen wie die B-Jugend eines südniedersächsischen Vereins, der hier lieber unerwähnt bleiben möchte. )
Aber, nein, unter den Blinden ist der Einäugige König und wie sagte schon Woody Allen so schön: "Mit jemandem zu schlafen der vorher gekifft hat, das ist so, wie einem Betrunkenen einen Witz zu erzählen." (zumindest so ähnlich).
Ich lache nicht über Leute, denen es eh schon schlecht geht.Das machen ja andere Hannoveraner und die verdienen damit Geld und kommen nicht in den Himmel.
Lieber schaue ich mal nach, was die deutsche Comedy-Elite so treibt und da las ich heute, dass die von mir sehr geschätzte Firma Melitta klagt und zwar gegen den Kaffee-Vollautomaten-Hersteller "Kaffee-Partner". Die würden nämlich in einem Spot Filterkaffee schlecht machen oder, um auf den Einstieg zurückkommen, sich darüber lustig machen. Wenn man sich den Spot mit der die RTL-Comedy-Größe na, warte, wie heißt sie nochmal, sag schnell...ah Mirja Boes, da steht's ja, als Hauptfigur, nämlich einer Kaffee kochenden Sekretärin, anschaut, so finde ich: Recht haben sie, die von Melitta. Die Sekretärin verbrät die Arbeitszeit damit, den ekligen Filter in den Müll zu schmeißen und außerdem ist das Kaffeepulver aus und das kostet und kostet: den Arbeitgeber Geld (diesen Ansatz finde ich übrigens ganz fantastisch) und die Sekretärin Nerven und irgendwie auch kostbare Lebenszeit.
Aber, das ist doch nicht das, was ich mit Melitta verbinde, oder? Den Schuh würde ich mir an deren Stelle nun wirklich nicht anziehen. Bei Melitta denke ich an den weißen Porzellankaffeefilter meiner Oma, in den sie eine echte 2er Filtertüte reinlegte, um dann dort den handgemahlenen Kaffee reinzufüllen. Den Filter setzte sie dann auf eine Porzellankanne, goß das in einem speziellen Wassertopf auf dem Gasherd erhitzte Wasser auf das Pulver und den Geschmack dieses Getränks kann kein Vollautomat auch nur annähernd erreichen. Ich sage nicht, dass es perfekt war. Aber, will man in einer nach Ölheizung riechenden Malstatter Wohnung zu einem Stück Rührkuchen, der noch mit Aurora-Mehl gebacken wurde, etwas anderes trinken? Ich nicht.
Coffee and TV

Kommentare:

MoHa hat gesagt…

1. Ich entdecke wichtige Aspekte Deiner Biographie, die Du mir bisher vorenthalten hast (Stichwort: Malstatt).

2. Zum Rührkuchen könnte wahlweise auch Kathreiner ganz gut passen.

3. Ich fühle mich zwar schon alt, bin aber nicht Deine Oma, könnte Dich aber trotzdem - falls Dir nach Melitta-Nostalgie ist - beim nächsten Besuch in der andern Landeshauptstadt auf ein Tässchen Porzellan-Filter-Kaffee einladen (1er Tüte). Wie wär's?

nelita hat gesagt…

@MoHa. das lag nicht in meiner absicht, dir etwas zu verheimlichen!
komme gerne auf das angebot zurück. bin ab nächste woche da!