Mittwoch, 9. Dezember 2009

Sweet like sugar

Als ich in den 8oer Jahren Kind war, achtete man relativ nicht die Bohne auf gesunde Ernährung. Es war total klar, dass man Miracoli aß (und zwar gerne), dass man, wenn Ostern und Weihnachten auf denselben Tag fielen, eine Capri Sonne bekam und es war auf gar keinen Fall verpönt, von wemauchimmer ein Hanuta anzunehmen. (wobei ich das schon immer zu trocken fand)
Wenn ich mich heutzutage mit denen mir anvertrauten Kinder in der Wildbahn des Großstatdschungels aufhalte (und damit meine ich die mir privat anvertrauten) so passiert es doch oft genug, dass die Wurstverkäuferin fragt. "Kriegt er denn ein Stück Gelbwurst?" und sie meint damit nicht "Schmeckt dem Bub das?", sondern "Ist das mit der Ernährungslehre der Familie zu vereinbaren."
Ganz schlimm wird es bei Zucker aller Art. Zucker geht gar nicht. Ich wunderte mich, dass mir ein befreundeter Vater kürzlich erzählte, dass seiner 1,5jährigen Tochter in der Bäckerei ein Duplo angeboten wurde (was sie dankend annahmen). Allerdings war dies in SB und da isst man, was auf den Tisch kommt und schert sich einen Teufel um linksdrehende Milchkulturen: Hauptsach gudd gess. So sind da auch noch die Frauen aus den Bäckereien drauf.
Nun las ich heute auf stern.de von den 10 größten Zuckersünden für Kinder und ich kann erstaunlicherweise nur eines berichten: Von den 10 angeführten Produkten habe ich 8 (!) noch nie gegessen. Nun kann es natürlich sein, dass ich auch aus dem Alter des kindgerechten Milchproduktes raus bin, aber, es kann doch nicht sein, dass ich lediglich Milchschnitte und Fruchtzwerg schonmal gegessen habe. Bin ich ein Opfer der Ernährungsmafia?
Wahrscheinlich falle ich auch noch auf die ZDF Serie Abenteuer Forschung rein, die uns heute die "Ernährung zwischen Genuss und Vernunft" erklärt.
Halb 12 in Deutschland. Ich brauch mal ein Knoppers.
Herr Kapellmeister.

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