Donnerstag, 28. Januar 2010

Fight for your right

Dass die 00er jahre nichr gerade zu meinem Lieblingsjahrzeht gehören, ist bekannt. Einer der Gründe, weshalb ich sie nicht mag, ist, weil sie mich vor kommunikative Aufgaben stellt, die ich nicht zu lösen im Stande bin.
Nun las ich heute in der Süddeutschen Zeitung eine Stellungnahme über den Abwesenheitsassistenten, also die Funktion, die wir benutzen können, wenn wir unseren gegenübern mitteilen wollen, dass wir die Mail, die sie uns schrieben, nicht ad hoc beantwortet werden können.
Der Autor der Contra-Aussage ist der festen Überzeugung, dass man sowieso immer seine Mails liest (z.B. mig Hilfe eines Telefons, mit dem man auch online sein kann) und es deswegen Quatsch ist, zwischen Urlaub und Arbeit zu unterscheiden.
Mittlerweile hat mein Hirn einige Synapsen umgestöpselt und begreift Mails nicht als Angriff auf meine Ruhe, sondern als neuen Teil meines Lebens. Ich ärgere mich nicht mehr darüber, dass ich an Samstagen Arbeitsmails beantworte. Jeder Selbständige macht das genauso.

Aber, muss ich a) immer erreichbar sein und b) immer Mails beantworten?
Ich bin nicht hinterwäldlerisch. Ich bin ein Fan des Internets, ich liebe es Mails zu schreiben und sie zu bekommen. Ich bin ein Facebook-Junkie und ich bewerbe mich online. Meine Schülerinnen und Schüler schicken ihre Hausaufgaben per Mail an mich.
Doch, in meinem Beruf verlässt man nicht das Büro und hat Feierabend, mein Büro ist zu Hause. Gerade deswegen finde ich es wichtig, zu einem bestimmten Zeitpunkt, nicht mehr zu arbeiten und frei zu haben. Frei haben bedeutet für mich eben auch keine Mails mehr beantworten zu müssen, ob ich sie nun lese oder nicht.
Es ist, meiner Meinung nach, ein großer Rückschritt, wenn Arbeitnehmer plötzlich wieder alles geben müssen, um ihrem Arbeitnehmer (aus Angst vor dem Verlust des Jobs???) zu gefallen und sämtliche Rechte (z.B. das auf eine 40-Stunden-Woche) über Bord geworfen werden.
Deswegen mag ich die 00er jahre nicht und hoffe, wir werden uns bald wieder besinnen. Darauf, dass Arbeit Arbeit ist und nicht das Leben.




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