Donnerstag, 20. Mai 2010

Typisch Realschule

Wenn man erwachsen ist und in Lohn und Brot steht, dann unterhält man sich ja nur noch über die Arbeit. Blöderweise sind viele der Menschen, mit denen ich mich unterhalte, im selben Sektor tätig wie ich (und damit meine ich nicht nur meine direkten Kollegen) deshalb unterhalte ich mich im Privaten auch oft über die Arbeit, statt über was Schönes.
Dies war wohl der Grund, dass ich mich in den letzten paar Tagen und Wochen gelegentlich, nein, eigentlich mehr als gelegentlich über die Vorzüge der einzelnen Schulformen unterhielt, die dort herrschenden Arbeitsbedingungen und die Kinder, denen man etwas beibringen soll.
Von der Tatsache, dass es überhaupt verschiedene Schulformen gibt, zumindest in der Sekundarstufe eins, halte ich, wie man sich lebhaft vorstellen kann, wenig. Darum soll es aber auch nicht gehen. 
Ungefähr genauso wenig halte ich nämlich von der These, man werde nur mit Abitur, bzw. wenn man sein ganzes Leben lang auf einem Gymnasium unterrichtet wurde, glücklich. 
Dass ich einmal Unterstützung in der Zeit (sic!) dafür bekommen würde, hätte ich nie, aber wirklich nie gedacht.
Chapeau, die Akademiker lernen dazu. Und das, obwohl sie sich eigentlich nicht auskennen.
Denn jenseits des Gymnasiums wartet eine Kampfzone, von der die meisten Akademiker ein so differenziertes Bild haben wie ein ostanatolischer Patriarch von der Schwulenszene.


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